M. C. Escher – problematisch für die Kunstgeschichte - Galerieblog

Mauritius Cornelius Escher (1898-1972) war niederländischer Graphiker und Künstler, dem die Darstellung von unmöglichen Figuren, optischen Täuschungen und perspektivischen Unmöglichkeiten den Ruhm gebracht haben. Viele seiner Arbeiten sind der Spiegelung und Verzerrung der Objekte in einer Seifenblase ähnlich.

Die Tätigkeit von Escher war lange Zeit problematisch für die Kunstgeschichte.
Seine Art der Auseinandersetzung mit der Perspektive und Täuschungen wich sehr von den Motiven der bildenden Kunst ab. Die Kunstwelt wollte ihn sogar als Künstler im klassischen Sinne nicht akzeptieren, weil sich seine Tätigkeit in keine Schublade einordnen ließ.

Dagegen haben ihn die Wissenschaftler und Mathematiker sehr hochgeschätzt, die in seinen sauberen und exakten Zeichnungen Ähnlichkeiten zu mathematischen Themen und Problematik der Wissenschaft sahen. Was dabei interessant sein kann, sagte Escher von sich selbst, dass er nichts von der Mathematik verstanden hat. Das kann stimmen, weil er auch kein guter Schüler war. Er hatte schlechte Noten auch im Fach Kunst und wiederholte zwei Klassen in der Schule.

Seine geheimnisvollen Bilder stellten das Mystische und Paradoxe dar, was Anerkennung unter Esoterikern und in der Popkultur des 20. Jahrhunderts fand. Heutzutage, wo die abstrakte Kunst sehr populär ist, lassen sich viele Künstler von den Bildern Eschers inspirieren. Es sind sogar Lego-Versionen seiner Werke entstanden.

Im ehemaligen Palais der Königin Emma in Den Haag ist 2002 das Escher-Museum entstanden. Man kann hier nicht nur seine graphischen Werke, sondern auch Privatfotos und Arbeitsskizzen sehen. Besonders interessant sind die Skizzen, die dem Zuschauer zeigen, wie Escher z.B. die unmöglichen geometrischen Figuren entworfen hat.

Quelle: M. C. Escher